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Zeit für „schwarzes Gold“

Selbst angesetzter Kompost, ist ein wahrer Schatz. In einer Hand Kompost befinden sich mehr Kleinstlebewesen, als Menschen auf unserer Erde. Dies ist nur ein Grund, warum viele Gärtner ihren Kompost auch als „schwarzes Gold“ bezeichnen. Zum einen kostet er nichts und zum anderen ist er extrem wertvoll, denn der eigene Kompost liefert uns alle wichtigen Pflanzennährstoffe in idealer Zusammensetzung und hält Gemüse, Obst und Zierpflanzen gesund. Zeitaufwendig? Nicht unbedingt!

 

Wie entsteht eigentlich Kompost?

Werfen wir unseren Bioabfall auf den Kompost, wird ein beeindruckender Kreislauf in Gang gesetzt. Dabei wandeln Milliarden Mikroorganismen die Biomasse in drei Phasen in mineralstoffreiche Erde um. In der sogenannten Vorrotte zersetzen hilfreiche Pilze und Bakterien die Küchenabfälle und lassen die Temperatur auf bis zu 60-70° Grad Celsius steigen. Dabei sterben Schneckeneier, Keime und ungeliebte Unkrautsamen. Auf diesen Gärprozess folgt nach 3-6 Monaten die Hauptrotte. In dieser Phase zersetzen Pilze und Regenwürmer die Abfälle in wertvollen Humus. Dieser Humus ist der eigentliche Motor des Komposters. Er hilft in der dritten Phase, der Altersrotte, die gesamten Inhalte zu dem eigentlichen Kompost zu verwandeln. Der entstandene Kompost ist Nährstoffspender, CO2-Spender für Gewächshäuser und Wärmespender in den kalten Monaten zugleich.

Was benötige ich für den perfekten Kompost:

Für den perfekten Kompost benötigen Sie zunächst nur einen stabilen Kompostrahmen. Diese werden meist in offenen Stecksystemen oder geschlossenen Kunststoffbehältern angeboten. Die Stecksysteme sind meist erweiterbar und bieten etwas breitere Möglichkeiten. Die geschlossenen Systeme fördern die Kompostiergeschwindigkeit aufgrund höherer Temperaturen, schränken jedoch die Möglichkeiten und die Handhabung etwas ein.

Die perfekte Zusammensetzung:

Beim „Aufstocken“ des Komposters ist das sogenannte CN-Verhältnis einzuhalten, das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis. Dabei sollten 1 Teil kohlenstoffhaltige Materialien (Holzreste und dicke Äste) und 3 Teile stickstoffhaltiges Material (Grünabfälle, Blätter, Gras) gemischt werden. Dabei ist zu beachten, dass ganze Stöcke eingebaut werden um den Kompost aufzulockern und Sauerstoff heranzulassen, teils zerkleinertes Material (gehäckselte Gartenabfälle) zum schnelleren Verrotten verhelfen. Grasabfälle sollten idealerweise vorher leicht antrocknen. Fertiger Humus (zersetzte Küchenabfälle) wird zum weiteren Kompostieren dringend mit seinen Starterbakterien benötigt, dieser sollte beigemischt und untergehoben werden. Dabei kann ebenso die Beimischung von proteinhaltigen Hornspänen helfen. Mit einer Heugabel sollte der Kompost regelmäßig umgegraben und fertiger Kompost abgesiebt werden. Guten Kompost erkennen Sie an seiner dunklen Farbe und feinkrümeligen Struktur.

Was darf in den Komposter?

Den besten Kompost bringt uns das Herbstlaub. In dieser Jahreszeit floriert die Umsetzung im Komposter am schnellsten, da die Blätter dicht an dicht kleben. Dabei sollten eventuell vorhandene, etwas langsamer zersetzende, Eichen- und Walnussbaumreste nur in Maßen beigemischt werden. Kaffeesatz und Teebeutel bereichern den Kompost. Eierschalen sollten zerkleinert und in Papier eingewickelt werden. Pflanzliche Küchenabfälle, wie Kartoffel- und Gemüseschalen sowie Zitrusfrüchte (leider oft behandelt) sind im Komposter erwünscht.

Was darf nicht in den Komposter?

Wirkliche Speisereste zubereiteter Nahrung, vor allem Fleisch, sollten nicht in den Komposter, da sie nur unnötig Nagetiere anlocken. Asche aus dem Ofen oder Feuerstellen gehören entgegen der landläufigen Meinung in die Mülltonne und haben auf dem Kompost nichts mehr verloren. Früher galt dies als anreichernd, heute sind die Holzabfälle meist mit Schwermetallen belastet und sollten abgekühlt in den Restmüll gegeben werden.

Fazit:

Die Herstellung von gutem Kompost benötigt kaum mehr Zeit als die Fahrt zu Baumärkten oder Landschaftsgärtnern und schont zusätzlich den Geldbeutel in vielerlei Hinsicht. Die neuen Müllverordnungen sehen immer höhere Kosten in der Mülltonnenleerung vor, die Preise für Blumenerde und Düngemittel steigen und unser ökologischer Fußabdruck ist weit über den verträglichen Grenzwerten. Wer selbst kompostiert, gewinnt auf allen Ebenen. Mit ein wenig Geduld verwandeln Sie ihre Garten- und Küchenabfälle in den perfekten, nährstoffreichen Dünger für Ihre Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen. Bei der Auswahl Ihres Komposter, kommt es auch auf Ihren Geschmack an: Komposter mit Deckel oder offen? Steck- oder Schraubsystem? Hier haben Sie die Wahl!

 

 

Quellen:

Wochenblatt

SWR

Wiwo

Bundeszentrale für politische Bildung

Alle Quellen wurden am 22.09.2020 um 20:25 Uhr auf ihre Aktualität überprüft.

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