
Checkliste für den Garten: Bereits vor Anbruch des Frühlings lassen sich erste Aufgaben verrichten.
Sind Schnee und Frost Vergangenheit, sollte man sich zugunsten der Gartenplanung erst einmal einen Überblick über den Zustand des Gartens verschaffen. Gibt es Schäden, die über den Winter hinweg entstanden sind? Sind vielleicht sogar einige Pflanzen entwurzelt worden oder erfroren? Der erste Schritt sollte stets sein, den Garten von Unkraut, Laub, abgestorbenen Pflanzenteilen und Ähnlichem zu befreien.
Anschließend sollten die Pflanzen auf ihren Zustand überprüft werden: Sind Hecken, Sträucher oder andere Gewächse schwach? Haben Teiche, Brunnen und der Komposthaufen den Winter gut überstanden? Weiterhin können bereits erste Stecklinge im Haus vergezogen werden, die dann einige Monate später in den Garten umgetopft werden. Dazu zählt beispielsweise das Teilen verblühter Schneeglöckchen, die Vorbereitung von Nisthilfen für Jungvögel sowie auch das Veredeln von Obstbäumen.
Haben Sie Kübelpflanzen im Garten, schneiden Sie diese, sofern erforderlich, zurück. Erdbeerpflanzen und ähnliche bodennahe Gewächse sollten mit einem schützenden Vlies abgedeckt werden, damit sie vor der Kälte am frühen Morgen geschützt sind und das Sonnenlicht optimal nutzen können.
Tipps zu Unkraut, Dünger und Pflege
Entsorgtes Laub kann auf den Kompost gegeben oder zu einer Entsorgungsstelle in der Nähe gebracht werden. Im Durchschnitt benötigt ein Blatt vier bis fünf Jahre, biss es vollständig zu Kompost geworden ist. Äste und andere Reste von Bäumen brauchen sogar noch länger, sofern sie nicht zerkleinert werden. Wichtig ist, dass Komposthaufen im Garten mindestens einmal pro Jahr umgeschichtet werden. Die Erde darin stellt nach sorgfältigem Sieben einen hervorragenden organischen Dünger für den Garten dar.
Nehmen Sie sich Zeit, Unkraut zu jäten: Arbeiten Sie am besten mit Harke, Hacke und Handschuhen, um den Boden aufzulockern, Überflüssiges zu entfernen und den Rasen gegebenenfalls noch zu vertikutieren. Unkraut sollte unbedingt entfernt werden, ehe der Boden gedüngt wird.
Nachdem der Boden von Unkraut befreit und aufgelockert worden ist, können endlich die ersten Blumenzwiebeln ausgesät werden. Ideal sind Frühlingsblumen, die mit kühlen Morgentemperaturen keine Probleme haben. Man kann die Zwiebeln von Tulpen, Hyazinthen oder auch Krokussen bereits im Herbst vorziehen, denn dann müssen sie nur noch in den Garten gesetzt werden und blühen schon nach sehr kurzer Zeit. In der Regel genügt es jedoch, die Zwiebeln im Mai auszusäen, damit man sich schon im April an der farbigen Blütenpracht erfreuen kann.
Winterschutz wie Vliese oder Folien sollten etwa ab Ende April vollständig aus dem Garten entfernt werden - in jedem Fall erst dann sobald der Boden frei von Frost ist. Einen natürlichen Schutz vor Kälte und Wind bietet Mulch, der rund um die Pflanzen verteilt wird.
Die letzten Vorbereitungen für den Sommer im Mai
Sämtliche Kübelpflanzen, die den Winter innerhalb des Hauses verbracht haben, können ab Mai wieder zurück auf die Terrasse oder in den Garten. Auch das Umtopfen von Zimmerpflanzen oder das Düngen von Stauden plant man am besten für diesen Monat.
Küchenkräuter können ab Mai ebenfalls in den Garten gepflanzt werden: Hierfür bieten sich Kübel, Ampeln oder Blumentöpfe zur Kultivierung an. Im Haus vorgezogene Sommerblumen, aber auch Gemüsesorten wie Rote Bete, Porree oder Möhren gedeihen ab Ende Mai hervorragend im Garten. Wichtig ist, Gemüse- und Obstpflanzen regelmäßig mit Dünger und genug Wasser zu versorgen, damit sie üppig wachsen.
Weil die Sonne dem Garten ab Mai deutlich höhere Temperaturen beschert, zeigen sich oft schon nach kurzer Zeit die ersten Schädlinge. Diese können vor allem Obst- und Gemüsepflanzen befallen und den Ertrag deutlich mindern - oder die Pflanze sogar absterben lassen. Um einen starken Befall zu vermeiden, sollten alle Pflanzen daher regelmäßig genau untersucht werden. Sollte eine Pflanze bereits mit Schädlinge befallen sein, müssen diese umgehend entfernt werden! Hierfür gibt es in Baumärkten geeignete Produkte, mit denen sich Schädlinge innerhalb weniger Tage wirksam bekämpfen lassen.
Die richtige Gartengestaltung: So wird der Garten fit für den Sommer
Neben dem Vorbereiten der Beete und Grünflächen dürfen natürlich auch Gartenmöbel und Deko-Elemente zur Gartengestaltung nicht fehlen. Hat man über den Winter hinweg Möbel im Haus eingelagert, sollten diese zunächst von Staub, Spinnweben und anderem Schmutz befreit werden. Falls das Material sich dafür eignet, lassen sich Gartenmöbel auch einfach mit einem Gartenschlauch von Verschmutzungen reinigen.
Weitere Deko-Accessoires wie Skulpturen, Laternen oder Lampen finden nun ebenfalls wieder ihren Platz im Garten. So schaffen Sie ein schönes Ambiente, in dem man sich wohl fühlt und gerne Zeit verbringt.














































